Organspende Wissenschaft & Fakten Angehörige – AOK – Die Gesundheitskasse

Hier finden Sie Informationen zum Thema Angehörige und Organspende.

Welche Bedeutung haben diese Informationen bei Ihrer Entscheidung für oder gegen eine Organspende? Wenn Sie durch Anklicken eine Auswahl treffen, werden in der Rubrik „Ihre Zusammenfassung“ die für Sie bedeutsamen Informationen aufgeführt.

Fragen
Ist ein Abschiednehmen vom Hirntoten im Falle der Organentnahme organisatorisch möglich?
Dem hirntoten Menschen im Sterben beizustehen und das Sterben mitzuerleben ist bei einer geplanten Organentnahme kaum möglich. Die Intimität der Situation wird durch umfangreiche medizinische Prozeduren unterbrochen. Soweit organisatorisch möglich, sollte trotzdem eine würdige Atmosphäre für ein angemessenes Abschiednehmen geschaffen werden [1].
Spricht das Gelesene Ihrer Meinung nach für oder gegen die Organspende?



 
Werden die Angehörigen vor und nach der Organentnahme individuell betreut und informiert, bis hin zur Einbindung eines Krankenhausseelsorgers?
Wenn ein Mensch im Sterben liegt, halten die verantwortlichen Klinikärzte, das Pflegepersonal und unter Umständen auch der Krankenhausseelsorger Kontakt mit den Angehörigen. Dies ist auch bei Verdacht auf Hirntod der Fall. Es ist vorgesehen, dass diese Betreuung auch die Trauerbegleitung während und nach der Organentnahme umfasst.
Spricht das Gelesene Ihrer Meinung nach für oder gegen die Organspende?



 
Werden Klinikmitarbeiter für die Situation einer Organtransplantation und den Umgang mit den Angehörigen psychologisch geschult?
Das Thema Organspende ist Teil des Fortbildungsangebots von Universitätskliniken, Ärztekammern und der Deutsche Stiftung Organtransplantation. Doch nicht alle Aspekte, wie beispielsweise „Umgang mit Angehörigen“ werden bislang ausreichend berücksichtigt.
Spricht das Gelesene Ihrer Meinung nach für oder gegen die Organspende?



Inhaltlich verantwortlich:
Apl. Prof. Dr. Ulrich Eibach
Universität Bonn
Fachbereich Systematische Theologie und Ethik
Pfarrer i.R. am Universitätsklinikum Bonn

Prof. Dr. phil. Gabriele Meyer
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Medizinische Fakultät, Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft

Erklärung zur Unabhängigkeit unserer Experten

Erstellt am:
16.3.2012

Aktualisiert am:
1.4.2017

Literaturquellen:

  • [1.] Gesetz über die Spende, Entnahme und Übertragung von Organen und Geweben (Transplantationsgesetz – TPG), vom 05.11.1997. "Transplantationsgesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 4. September 2007 (BGBl. I S. 2206), das durch Artikel 2 des Gesetzes vom 21. November 2016 (BGBl. I S. 2623) geändert worden ist.
    https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/ (Zugriff 20.04.2017)
  • [2.] Greinert R (2008) Unversehrt sterben. Der Kampf einer Mutter. München: Kösel
  • [3.] Baureithel U, Bergmann A (1999) Herzloser Tod. Das Dilemma der Organspende. Stuttgart: Klett-Cotta
  • [4.] Müller R: Erfahrungsbericht.
    http://www.robbymüller.de/bericht.htm. Zugriff am 20.04.2017
  • [5.] Bein T, Kuhr LP, Krämer BK et al. (2003) Hirntod und Organspende – Einstellung und psychische Belastung des Personals von Intensivstationen. Anästh & Intensivmed 44: 429-434
  • [6.] Informationsstelle Transplantation und Organspende. www.transplantation-information.de/organspende_organspender/edhep_donor_action/edhep.html. Zugriff am 20.04.2017
  • [7.] Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. www.initiative-kao.de. Zugriff am 20.04.2017
  • [8.] Berntzen H, Bjørk I: Experiences of donor families after consenting to organ donation: a qualitative study. Intensive Crit Care Nurs. 2014 Oct;30(5):266-74.



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