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Was heißt?

A

  • AIDS: Acquired Immunodeficiency Syndrome (erworbenes Immundefektsyndrom), Immunschwächeerkrankung durch eine HIV-Infektion
  • Anogenitalbereich: Bereich um Anus und Genitalien (Geschlechtsorgane)
  • Anti-Baby-Pille: Verhütungsmittel, gezielte Hormoneinnahme zur Verhinderung einer ungewollten Schwangerschaft
  • Antikörper: Teile des spezifischen Abwehrsystems; erkennen krankmachende Erreger, heften sich an diesem an und ermöglichen dadurch anschließend dessen Zerstörung durch weiße Blutkörperchen
  • Anus, After: Austrittsöffnung des Darmes, durch den der Kot (auch Stuhl oder Fäzes genannt) den Darm verlässt
  • asymptomatisch: Krankheitsverlauf ohne Erkrankungszeichen
  • äußere Geschlechtsorgane (Vulva): dazu gehören Schamlippen, Kitzler, Scheidenvorhof, Scheidenvorhofdrüse und Venushügel

B

  • Bestrahlung: (Strahlentherapie) gezielte Zerstörung von bösartig verändertem Gewebe durch energiereiche Strahlen.
  • Biopsie: Entnahme von Gewebe und anschließende Untersuchung unter dem Mikroskop

C

  • Chemotherapie: medikamentöse Behandlung von Krebserkrankungen
  • Chlamydien Infektion (= Chlamydiose): bakterielle Infektion mit Chlamydien; befällt Schleimhäute im Augen-, Atemwegs- und Genitalbereich; weltweit häufigste sexuell übertragbare Erkrankung
  • chronisch, chronische Infektion: Infektion, die nicht heilt, sondern über einen längeren Zeitraum bestehen bleibt
  • CIN: zervikale intraepitheliale Neoplasie („Krebsvorstufen“): Zellveränderungen, die alle Merkmale einer bösartigen Erkrankung besitzen, jedoch ausschließlich auf die Oberfläche des Gewebes beschränkt sind. Man unterscheidet verschiedene Schweregrade dieser Zellveränderungen (CIN I-III)
  • CIN I / CIN-1: mildeste Vorstufe eines Gebärmutterhalskrebses, die sich in mehr als der Hälfte der betroffenen Frauen wieder von selbst zurückbildet
  • CIN II / CIN-2: mittlere Stufe von Zellveränderungen. Auch diese Zellveränderungen können sich noch von selbst zurückbilden, allerdings nur mehr bei etwas weniger als der Hälfte der betroffenen Frauen
  • CIN III / CIN-3: ist die am weitesten fortgeschrittene Vorstufe. Die Rückbildung ist möglich aber unwahrscheinlich
  • CIS (Carcinoma in situ): „Krebs an Ort und Stelle“, der bösartige Tumor, hat sich noch nicht in die Umgebung ausgebreitet und bildet daher noch keine Metastasen (Absiedelungen des bösartigen Tumors an einem anderen Ort)
  • Condylomata acuminata: Genitalwarzen

D

  • Dysplasie: Zell- oder Gewebeveränderung

G

  • Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): Selbstverwaltungsorgan der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen)
  • Gebärmutterhals: Der Gebärmutterhals verbindet den Gebärmutterkörper mit der Scheide und ist normalerweise 3-5 cm lang. Durch seine Öffnung kann die Regelblutung abfließen. Schleim verhindert das Eindringen von Krankheitserregern in das Körperinnere. Jener Teil des Gebärmutterhalses, der in die Scheide hineinragt, heißt Muttermund.
  • genital: zu den Genitalien gehörig
  • Genitalien: Geschlechtsorgane, man unterscheidet äußere und innere Genitalien
  • Genitalien, äußere: äußere Geschlechtsorgane der Frau (Vulva (Scham), Schamspalte, Schamlippen, Scheidenvorhof, Klitoris (Kitzler); äußere Geschlechtsorgane des Mannes (Penis, Skrotum (Hodensack))
  • Genitalien, innere: innere Geschlechtsorgane der Frau (Vagina (Scheide), Gebärmutterhals, Gebärmutter, Eileiter, Eierstöcke); innere Geschlechtsorgane des Mannes (Hoden, Nebenhoden, Samenleiter)
  • Gonorrhoe: auch Tripper genannt; bakterielle, sexuell übertragbare Erkrankung
  • Guillain-Barré Syndrom: aufsteigende Nervenlähmung, die bei etwa 1 bis 2 von 100.000 Jugendlichen auftritt und durch eine Vielzahl von Infektionen ausgelöst werden kann.

H

  • Harninkontinenz: unkontrollierter und unwillkürlicher Harnabgang
  • HIV: Humane Immundefizienz-Virus; das Virus wird meist sexuell übertragen (über Körperflüssigkeiten) und führt zur Erkrankung AIDS
  • Hoch-Risiko-(HPV)-Typen: jene ca. 15 der über 100 bekannten HPV-Typen, die heute als krebserregend gelten
  • HPV: Humanes Papillomavirus. Gruppe von Viren, die Haut und- Schleimhautzellen befallen können. Derzeit sind über 100 HPV-Typen bekannt.. Etwa 30 befallen die Haut- und Schleimhaut im Anogenitalbereich. Von diesen gelten derzeit etwa 15 als krebserregend (Hoch-Risiko-Typen)
  • HPV-Test: Zellentnahme aus dem Bereich des Gebärmutterhalses, anschließender Nachweis von HP-Viren direkt in den Zellen
  • Hysterektomie: operative Entfernung der Gebärmutter, des angrenzenden Bindegewebes und der Lymphknoten

I

  • Impf-HPV-Typen: Jene HPV Typen gegen die die Impfungen gerichtet sind (Gardasil®: HPV 6,11,16 und 18, Cervarix®: HPV 16 und 18)
  • invasiv: eindringend; invasiver Tumor= ein in das umliegende Gewebe einwachsender Tumor
  • Infektion, infizieren: „Ansteckung“, Eindringen und Vermehren von Krankheitserregern im Körper
  • Immunschwäche: Schwäche des körpereigenen Krankheitsabwehrsystems, dadurch größere Krankheitsanfälligkeit
  • Immunsystem: Das körpereigene Abwehrsystem besteht aus verschiedenen Organen und Zelltypen und soll Krankheitserreger, körperfremde Substanzen und fehlerhaft gewordene körpereigene Zellen erkennen und zerstören bevor diese den Körper schädigen

K

  • Kofaktor: Umstand, der Krebsentstehung begünstigt
  • Kolposkopie: Lupenuntersuchung der jenes Teils der Gebärmutter, der in die Scheide ragt, durch den Frauenarzt/ die Frauenärztin
  • Konisation: chirurgisches Entfernen eines Gewebekegels aus dem Gebärmutterhals

M

  • Menopause: letzte Regelblutung einer Frau gleichbedeutend mit letztem Eisprung und damit Ende der Fruchtbarkeit, meist zwischen 40 und 55 Jahren
  • Metastase: Absiedelung eines bösartigen Tumors an einem anderen Ort

N

  • Niedrig-Risiko(-HPV)-Typen: HP-Viren, die im Gegensatz zu Hoch-Risko-HPV-Typen keine bösartigen Erkrankungen hervorrufen, „nicht krebserregend“

O

  • Organtransplantation: operative Übertragung von Organen von einem Menschen auf einen anderen

P

  • PAP-Test (auch PAP-Abstrich): Untersuchung von Zellen der Gebärmutterschleimhaut. Der Name kommt vom griechischen Arzt Papanicalaou- nach dessen Methode werden die Zellen vor der mikroskopischen Untersuchung gefärbt
  • Papillom: meist gutartige Wucherung der Haut oder Schleimhaut
  • Penis: äußeres männliches Sexualorgan, auch Glied genannt
  • Peniskarzinom: bösartige Erkrankung im Bereich des Penis

R

  • Rezidiv: Wiederauftreten einer Krankheit bzw. ein Zurückkommen von Krankheitssymptomen nach vorerst erfolgreicher Behandlung

S

  • Schlinge, elektrische: spezielle Konisationsmethode, bei der der Gewebekegel aus dem Gebärmutterhals mit einer elektrischen Schlinge abgetragen wird (LEEP = Loop Electrical Excision Procedure , LLETZ = Large Loop Excision of the Transformation Zone)
  • STD: sexually transmitted disease = sexuell übertragbare Erkrankung
  • Syphilis: auch Lues, Franzosenkrankheit oder harter Schanker genannt; bakterielle, sexuell übertragbare Erkrankung

T

  • Thrombus: Blutgerinnsel, kann sich beispielsweise in den Beinen oder im Herzen bilden und in die Lunge oder andere Regionen des Körpers verschleppt werden (=Thromboembolie)
  • Tumor, tumorartig: gutartige oder bösartige Wucherung von Zellen

U

  • Uterus: (=die Gebärmutter) ist das weibliche Geschlechtsorgan, in welchem sich das ungeborene Kind entwickelt.

V

  • Virus, Viren: Krankheitserreger, die sich nicht selbst vermehren und ausbreiten können
  • Vulva: äußeres Geschlechtsorgan der Frau

Z

  • Zervix: Gebärmutterhals, Verbindung zwischen Scheide und Gebärmutter
  • Zervixkarzinom: Gebärmutterhalskrebs
  • zervikale intraepitheliale Neoplasie (=CIN): Neubildung im Gewebe der Gebärmutterschleimhaut. Je nach Schwere der Zellveränderung Einteilung in Stadien (siehe CIN I-III)